Geeignete Energiequellen für den Hausbau

Welche Energiequelle eignet sich besser für den Neubau?

Die Heizung stellt einen zentralen und wichtigen Punkt in der Planung eines Hauses dar. Bei der inzwischen großen Auswahl an möglichen Heiztechniken fällt die Entscheidung so manchem Bauherrn schwer. Gas und Öl sind immer noch die am meisten genutzten Energiequellen zur Erzeugung von angenehmer Wärme im Haus. Aber welche Methode ist die bessere?

Technik und Kosten von Gas und Öl

Damit im Winter wohlige Wärme verbreitet werden kann, braucht es eine effiziente Heizung, die mit möglichst wenig Energieaufwand den bestmöglichen Heizfaktor erreicht. Woran viele im ersten Moment gar nicht denken, ist die zusätzliche Aufgabe der Heizung. Auch im Sommer, wenn draußen angenehme oder sogar sehr warme Temperaturen herrschen, muss der Brenner seinen Mann stehen und für warmes Wasser im Haushalt sorgen. Gas oder Öl – welcher der beiden Energiequellen wird diesen Aufgaben besser gerecht? Ebenso spielt der Kostenfaktor eine große Rolle. Schon der Einbau einer modernen Heizanlage frisst sich gehörig in das meist streng limitierte Budget von privaten Bauherren. Auch gewerbliche Bauträger suchen stets nach der günstigsten Heizungsvariante für ein Bauprojekt. Zusätzlich stehen dem Immobilienbesitzer laufende Kosten für die Wartung der Heizung und vor allen Dingen für die Beschaffung des Brennstoffes bevor. So muss man also die Anschaffungskosten vergleichen, den Wirkungsgrad bedenken und die laufenden Kosten durchrechnen. Außerdem spielt der Standort des neuen Hauses eine nicht ganz unerhebliche Rolle in der Heizungsfindung.

Direkter Vergleich beider Kontrahenten

Beim alleinigen Vergleich der Anschaffungskosten einer Öl- oder Gasheizung, wird man sich noch zu keiner Entscheidung durchringen können. Beide Heiztechniken nehmen sich in der Kostengestaltung des Einbaus nichts weg und es steht noch unentschieden im Kampf um die bessere Heizvariante. Auch im Wirkungsgrad sind beide Techniken inzwischen ausgereift und mit über 90 Prozent gleichermaßen vertretbar. Wo also liegen die Unterschiede beider fossiler Brennstoffe? Wer umwelttechnisch denkt, kann Erdgas einen Pluspunkt anerkennen. Wirft man einen Blick auf die laufenden Kosten, hat Öl bis vor kurzem stets besser abgeschnitten als Gas. Der drastische Anstieg der Energiekosten allgemein und im Ölsektor ganz besonders, hat jedoch dazu geführt, dass Ende 2011 Öl im direkten Vergleich sogar etwas teurer war als Erdgas. Wie die Preisentwicklung weitergeht, bleibt abzuwarten. Erdgasheizungen werden noch einmal in zwei Kategorien unterschieden. Die einen sind direkt an eine Gasversorgung angeschlossen und werden durch eine Gasleitung dauerhaft mit dem Brennstoff Erdgas versorgt. Die anderen bevorraten Butangas in einem hauseigenen Tank. Rein kostentechnisch gibt es also keinen klaren Sieger, obwohl Erdgas momentan die Nase ein klein wenig weiter vorne hat als Öl im Kampf um die Sparkrone. Bleibt noch der Standort der Immobilie zu bewerten. Bauherren, die ihr Haus direkt an eine zentrale Gasversorgung anschließen können, wählen zumeist auch diese Heizvariante. Im ländlichen Bereich muss man sich zwischen Gas- und Öltanks, die man aufstellt, entscheiden. Dort werden immer noch überwiegend Ölheizungen verbaut. Wer die Möglichkeit hat und zusätzlich die Kraft der Sonne in seine Heiztechnik integriert, tut damit der Umwelt einen großen Gefallen und kann sich im Laufe der Jahre sogar einiges an Nebenkosten sparen.

Foto: slavun – Fotolia.com

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