Nach der Atomkatastrophe von Fokushima ist wieder eine heftige Diskussion über die Abschaltung von deutschen Atomkraftwerken entstanden. Die aktuellen Entwicklungen auf dem Offshore-Markt zeigen eine deutliche Steigerung der Anteile durch regenerative Energien. Auch die weiteren Prognosen zu dieser Entwicklung verheißen gutes. Anfang der 90er Jahre war es kaum denkbar, dass durch erneuerbare Energien die Anteile für den Endverbrauch mehr als ein Prozent abdecken könnten.
Atomkraftwerke durch Windkraftanlagen ersetzen
Mitte der 90er Jahre verhießen die Prognosen der Stromwirtschaft aber schon, dass langfristig nicht mehr als vier Prozent des Strombedarfs gedeckt werden würden. Und so zogen sich die Prognosen weiter fort. Heutzutage bezieht die Stromwirtschaft nun schon circa zwanzig Prozent des Strombedarfs aus Windkraftanlagen, mit der Prognose steigend. Die aktuellen Entwicklungen auf dem Offshore-Markt zeigen, dass auf dem Meer deutlich höhere Windgeschwindigkeiten herrschen als auf dem Festland. Durch diese Winde können natürlich, entsprechend hohe Investitionskosten und Anlagentechniken, die für den Bau solcher Windkraftanlagen auf See notwendig sind, ausgeglichen werden. Das Ziel der deutschen Politik ist es, die deutschen Atomreaktoren bis spätestens 2022 abzustellen und die Stromversorgung durch Windkraftanlagen sicherzustellen. Reicht dieser Stromertrag nicht für den Endverbrauch, wird Deutschland allerdings nicht umhin kommen, aus den umliegenden Nachbarländern Strom zu importieren.
Nord- und Ostsee als Standort der Offshore-Windanlagen
Um einen möglichst hohen Energieertrag zu bekommen, ist die Wahl des richtigen Standortes unablässlich. Deshalb bieten sich die Nord- und Ostsee nahezu perfekt als Standort für zukünftige Offshore-Windkraftanlagen an. Die optimale Seetiefe einer solchen Anlage sollte nicht mehr als 30 Meter Tiefe betragen. Hinzu kommt noch der Vorteil, dass sich in der Nähe große Ballungszentren befinden, die sich perfekt für diese Energieform eignen. Noch dazu gibt es auf dem nahen Festland kaum noch ausreichend Platz für größere Anlagen, da dort die Nutzung der Windenergie schon weitgehend ausgebaut ist. Die Entwicklungen auf dem Offshore-Markt zeigen auch, dass sich die Windenergie gut ins benachbarte Ausland verkaufen (exportieren) lassen könnte, denn gerade in Nordwesteuropa wird auch in ferner Zukunft noch immer mit weiter steigenden Stromkosten zu rechnen sein. Von daher würden die Offshore-Anlagen für die Wettbewerbskämpfe, die unter den Stromanbietern herrschen, eine weitere ernst zu nehmende Konkurrenz abgeben.
Prognose der Entwicklung auf dem Offshore-Markt
An für sich stehen die Prognosen für den Bau großer Offshore-Windkraftanlagen in der Nord- und Ostsee gar nicht so schlecht. Unter Berücksichtigung der allgemeinen Interessen, wie z. B. der Schifffahrt, dem Naturschutz oder Fischerei, werden Flächen in Erwägung gezogen, die als konfliktarm gelten, d. h., nicht stark genutzt werden oder unter besonderem Schutz stehen. Bis 2030 wird eine Energieleistung von bis zu 25.000 MW angestrebt. Allerdings müssen bis zum tatsächlichen Baubeginn dieser Anlagen, noch einige technische Probleme gelöst werden. Und auch die letzten wirtschaftlichen Ungereimtheiten müssen noch restlos aus dem Weg geräumt werden, damit einer positiven Entwicklung auf dem Offshore-Markt nichts mehr im Weg steht.
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