Ein wesentlicher Teil der Eigenheimplanung und -finanzierung ist die Versorgung mit Energie. Wie das Haus beheizt wird und das Warmwasser bereitet wird, sind tragende Eckpunkte der Planung. Energieeffiziente Neubauten können mit einer höheren Förderung rechnen und günstigere Kredite bekommen. Genau hinzuschauen lohnt sich also. Doch gilt das auch heute noch?
Was ist die Solarförderung?
Die Solarförderung ist ein Bestandteil des EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz). Sie sollte die zukünftigen Eigenheimbesitzer dazu bringen, verstärkt ihre Dachflächen mit einer Photovoltaikanlage (PV) zu bestücken. Je nach Leistungsfähigkeit wurde und wird die Einspeisung der erzeugten Energie vergütet. Die Laufzeit dieser Förderung beträgt 20 Jahre. Maßgeblich für den Beginn der Förderung ist die Inbetriebnahme der Anlage. Derzeit wird zum Beispiel eine 30 kWh leistende Anlage mit 24,43 ct/kWh gefördert. Und genau an dieser Stelle möchte nun der Wirtschaftsminister die Sparschraube ansetzen. Im Gespräch ist eine Kürzung zwischen 20 und 30 Prozent.
Pro und Contra der Solarförderung
Genau das ist die zentrale Frage. Die Meinungen klaffen hier sehr weit auseinander. Die Stromnetze könnten die erzeugte Strommenge nicht mehr verkraften, heißt es. Dachflächen mit Solaranlagen seien hässlich und würden nicht in Städtebilder passen. Auch sei die Förderung Schuld an den hohen Energiepreisen der großen Versorger. Tatsächlich subventioniert ein durchschnittlicher Haushalt mit etwa 70 Euro pro Jahr diesen Ausbau der erneuerbaren Energien, unabhängig von seinem gebuchten Tarif. Die Jobs der herstellenden Branche seien in Gefahr, argumentieren die Gegner der Kürzungen. Wird die Solarförderung nicht mehr ausreichend gefördert, wäre die Attraktivität für den Verbraucher nicht mehr gegeben und die Nachfrage nach einer Solar Anlage würde sehr stark sinken. Viele Firmen säßen bereits auf einem großen Warenbestand und könnten ihn nicht mehr installieren.
Die Antwort liegt in der Mitte
Die Antwort auf diese Fragen liegt sicher irgendwo in der Mitte. Nicht abzustreiten ist auch steigende Konkurrenz aus anderen Ländern wie zum Beispiel China. Jedoch ein zu abrupter Schnitt der Förderung lässt viele Pläne von Unternehmern und besonders von Verbrauchern zu Staub werden. Im November geplante Finanzierungen stehen nun auf der Kippe, da sie sich an der bestehenden Förderungshöhe orientierten. Aktionismus ist besonders jetzt nicht gefragt, sondern Augenmaß und Fingerspitzengefühl.
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